SWOT, S.M.A.R.T.e Ziele und ein Leitbild


Einige Begriffe, die hier schon öfter gefallen sind, und ihre Bedeutung für den  City-Bruck-Prozess

SWOT steht für Strengths (Stärken) /  Weaknesses (Schwächen) /  Opportunities (Chancen) / Threats (Gefahren). Die Analysetechnik stammt aus der strategischen Unternehmensplanung bzw. dem Projektmanagement und dient dazu, gemeinsam die aktuelle Situation systematisch zu durchleuchten und Lösungsansätze und Gefahren für die Umsetzung zu diskutieren.

SWOT-Analysen sollten bereits bei der Erstellung auf ein Ziel bezogen und nicht abstrakt gehalten werden. Wird der gewünschte Soll-Zustand nicht vorher vereinbart, besteht die Gefahr, dass  die Beteiligten  auf unterschiedliche Ziele hinarbeiten, was zu schlechteren Resultaten und zu Konflikten führt. Hier kommen die  ‚smarten‘  Ziele ins Spiel.

S.M.A.R.T. ist ein Akronym für „Specific Measurable Accepted Realistic Timely“.

  • S steht fürspezifisch‘: Ziele müssen eindeutig definiert sein und so präzise wie möglich formuliert.
  • M für ‚messbar‘: Es muss messbare Kriterien geben, wann die Ziele erfüllt sind
  • A für ‚akzeptiert‘: Alle müssen einverstanden sein, die Ziele von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden.
  • R für ‚realistisch‘: Die Ziele müssen erreichbar sein.
  • T-terminierbar“: Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe.

Die Ziele von ecoplus, Werbegemeinschaft und Wirtschaftskammer sind klar deklariert, und zwar „auch die wirtschaftlichen Aktivitäten (Handel, Gewerbe) im Zentrum der Stadtgemeinde Bruck /Leitha (Innenstadt) zu fördern und zu stärken.“ (Fördervertrag S 2) Unter Punkt 3  heißt es dann noch, dass sowohl die Potentiale für die Peripherie  als auch die der Innenstadt gestärkt werden sollen und dass für beide ein „Mehrwert“ angestrebt wird, „vor allem als Einkaufsstadt.“ (Fördervertrag S 3)

Die Umsetzung dieser Ziele soll durch den Geschäftsführer der C!TY-Bruck GmbH, Mario Okrafka,  initiiert werden. Zusätzlich wünscht sich die Stadtgemeinde die Erstellung eines Leitbilds. ‚Leitbild gegen das Leidbild‚ titelt auch das Bezirksblatt am 21.9.2011.

Und Mario Okrafka hat, wie es scheint, eine geniale Lösung gefunden, indem er einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet hat. Mit Unterstützung  der Stadtgemeinde  wurden die Brucker und BruckerInnen eingeladen, selbst die Initiative zu ergreifen, Projekte für ihre Stadt zu entwickeln und auch bei der Erstellung des Leitbilds mitzuwirken.

Diese Einladung  wurde von mehr als 200 Personen angenommen, so vielen wie noch bei keinem der vorangegangenen ‚Stadtparlamente‘. Auch in den Gruppen arbeiteten zu Beginn etwa 50 Personen mit.

Hier ist das Plakat mit den zahlreichen Ideen und Vorschlägen der BruckerInnen:

SWOT-Plakat ‚Ideen und Vorschläge‘ vom Kick-off am 13.9.2011

Aber haben alle Beteiligten dieselben Ziele wir die Fondsgemeinschaft? Und geht es um ein Leitbild für die City-Bruck-GmbH oder gleich um eines für die ganze Stadt?

Den rein wirtschaftlichen Interessen der Fondsgemeinschaft wird sicher einiges hinzuzufügen sein – denn nimmt man die Sache ernst, kann man übergeordnete Ziele erst gemeinsam formulieren, nachdem man ein Leitbild hat. So kann das Ende des Prozesses im Jänner sicher erst der Anfang sein!

Ich bin trotzdem optimistisch, denn ein Ziel sollten wohl alle teilen: Das ist die Entwicklung unserer  Stadt!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s