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SWOT – Plakate aus dem Stadttheater


Bei der Auftaktveranstaltung im Brucker Stadttheater waren alle Anwesenden eingeladen, auf Plakaten im Foyer des Stadttheaters Stärken, Schwächen, Gefahren und – last but not least – ihre ‚Ideen und Vorschläge für Bruck‘ festzuhalten. Es ist sicher ganz interessant, sich die Ergebnisse dieser SWOT-Analyse von der Auftaktveranstaltung am 13.9.2011 noch einmal vor Augen zu führen.

Hier sind die Links zu den Bildern der Plakate:

Die Plakate hat M. Okrafka ausgewertet, und die Ergebnisse dienten den Arbeitsgruppen als Grundlage, um  im Verlauf von jeweils vier Sitzungen konkrete Projekte daraus abzuleiten  Die Ergebnisse dieses Prozesses werden bei einer zweiten Veranstaltung im Stadttheater im Jänner 2012 öffentlich präsentiert.

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SWOT, S.M.A.R.T.e Ziele und ein Leitbild


Einige Begriffe, die hier schon öfter gefallen sind, und ihre Bedeutung für den  City-Bruck-Prozess

SWOT steht für Strengths (Stärken) /  Weaknesses (Schwächen) /  Opportunities (Chancen) / Threats (Gefahren). Die Analysetechnik stammt aus der strategischen Unternehmensplanung bzw. dem Projektmanagement und dient dazu, gemeinsam die aktuelle Situation systematisch zu durchleuchten und Lösungsansätze und Gefahren für die Umsetzung zu diskutieren.

SWOT-Analysen sollten bereits bei der Erstellung auf ein Ziel bezogen und nicht abstrakt gehalten werden. Wird der gewünschte Soll-Zustand nicht vorher vereinbart, besteht die Gefahr, dass  die Beteiligten  auf unterschiedliche Ziele hinarbeiten, was zu schlechteren Resultaten und zu Konflikten führt. Hier kommen die  ‚smarten‘  Ziele ins Spiel.

S.M.A.R.T. ist ein Akronym für „Specific Measurable Accepted Realistic Timely“.

  • S steht fürspezifisch‘: Ziele müssen eindeutig definiert sein und so präzise wie möglich formuliert.
  • M für ‚messbar‘: Es muss messbare Kriterien geben, wann die Ziele erfüllt sind
  • A für ‚akzeptiert‘: Alle müssen einverstanden sein, die Ziele von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden.
  • R für ‚realistisch‘: Die Ziele müssen erreichbar sein.
  • T-terminierbar“: Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe.

Die Ziele von ecoplus, Werbegemeinschaft und Wirtschaftskammer sind klar deklariert, und zwar „auch die wirtschaftlichen Aktivitäten (Handel, Gewerbe) im Zentrum der Stadtgemeinde Bruck /Leitha (Innenstadt) zu fördern und zu stärken.“ (Fördervertrag S 2) Unter Punkt 3  heißt es dann noch, dass sowohl die Potentiale für die Peripherie  als auch die der Innenstadt gestärkt werden sollen und dass für beide ein „Mehrwert“ angestrebt wird, „vor allem als Einkaufsstadt.“ (Fördervertrag S 3)

Die Umsetzung dieser Ziele soll durch den Geschäftsführer der C!TY-Bruck GmbH, Mario Okrafka,  initiiert werden. Zusätzlich wünscht sich die Stadtgemeinde die Erstellung eines Leitbilds. ‚Leitbild gegen das Leidbild‚ titelt auch das Bezirksblatt am 21.9.2011.

Und Mario Okrafka hat, wie es scheint, eine geniale Lösung gefunden, indem er einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet hat. Mit Unterstützung  der Stadtgemeinde  wurden die Brucker und BruckerInnen eingeladen, selbst die Initiative zu ergreifen, Projekte für ihre Stadt zu entwickeln und auch bei der Erstellung des Leitbilds mitzuwirken.

Diese Einladung  wurde von mehr als 200 Personen angenommen, so vielen wie noch bei keinem der vorangegangenen ‚Stadtparlamente‘. Auch in den Gruppen arbeiteten zu Beginn etwa 50 Personen mit.

Hier ist das Plakat mit den zahlreichen Ideen und Vorschlägen der BruckerInnen:

SWOT-Plakat ‚Ideen und Vorschläge‘ vom Kick-off am 13.9.2011

Aber haben alle Beteiligten dieselben Ziele wir die Fondsgemeinschaft? Und geht es um ein Leitbild für die City-Bruck-GmbH oder gleich um eines für die ganze Stadt?

Den rein wirtschaftlichen Interessen der Fondsgemeinschaft wird sicher einiges hinzuzufügen sein – denn nimmt man die Sache ernst, kann man übergeordnete Ziele erst gemeinsam formulieren, nachdem man ein Leitbild hat. So kann das Ende des Prozesses im Jänner sicher erst der Anfang sein!

Ich bin trotzdem optimistisch, denn ein Ziel sollten wohl alle teilen: Das ist die Entwicklung unserer  Stadt!

Gute Zusammenarbeit will gelernt sein!


Die ersten drei Arbeitssitzungen – AG1 / AG 2 und AG 3 sind absolviert, und es stellt sich heraus: eine konstruktive Diskussion – auch ‚ohne Denkverbote‘ – ist nicht leicht, denn die Aufgabe ist komplex.

Der grundlegende Auftrag lautet für alle Arbeitsgruppen gleich:
Sie sollen unter Einbeziehung der Ergebnisse der SWOT-Analyse von der Eröffnungsveranstaltung eine Ideensammlung ohne Denkverbote durchführen. Daraus sollen sie kurz-, mittel- & langfristige Maßnahmen zur konkreten Durchführung entwickeln, dafür verantwortliche Personen benennen und sowohl eine  Grobkostenschätzung als auch Vorschläge zur Finanzierung entwickeln!
Anfang des nächsten Jahres präsentieren alle Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse noch einmal im großen Plenum und die Projektvorschläge werden mittels Punktevergabe aus der Mitte des Plenums gewichtet.
Zusätzlich soll jede Arbeitsgruppe einen Textvorschlag für ein Leitbild/einen Entwicklungshorizont zu ihrem Arbeitsgruppenthema erarbeiten, der dann in einem Brucker Gesamtleitbild zusammengeführt wird. (vgl. Arbeitsauftrag allgemein)

Am besten dürfte, den Rückmeldungen nach zu urteilen, das erste Treffen der AG 2 – Wirtschaft verlaufen sein.  Das mag verschiedene Gründe haben, ein wesentlicher Punkt ist sicher, dass sich diese Gruppe Regeln gegeben und eine Moderatorin bestimmt hat, die auch für einen strukturierten Ablauf sorgt.
Die Regeln sehen folgendermaßen aus:
Beginn 19:30 (es wird pünktlich begonnen, auf später Kommende wird nicht gewartet und diese fügen sich bei Erscheinen nahtlos in die begonnene Diskussion ein)
– Die 4 festgelegten Termine wurden abgenommen
– Kein Parteipolitisieren
– Gesittete Ausdrucksweise
– Keine Vergangenheitsbewältigung
– Fragerunde nach jeder Diskussion (damit jeder seine Meinung äußern kann und nicht nur einer redet)
– Einer spricht, mit Zeichen zu Wort melden ist erwünscht, jeder darf aussprechen
– Keine Paralleldiskussionen
– Jedem wird ohne voreilige Kritik zugehört, MEINUNGSFREIHEIT
– 21:30 Ende ( Protokoll der AG2- Wirtschaft)

Zur Vorbereitung für das nächste Treffen hat die AG2 weiters vereinbart, dass die Mitglieder die festgelegten Ziele ausformulieren, das sind:
– Wirtschaftsstammtisch, Betriebe vernetzen, Synergien herstellen
– Einheit zwischen Innenstadt und Peripherie herstellen
– „Inventur“ Basisarbeit, Bestandsanalyse, Internet (bei der WK gibt es eine Auflistung aller Betriebe)
– Betriebsansiedelungen, Jungunternehmerförderfond
– Jährliche „Brucker open Air Handels- und Gewerbeschau“ mit allen Brucker & Bruckneudorfer Unternehmen – am Hauptplatz von Bruck

Dabei soll auch bereits mitüberlegt werden, wie groß der geschätzte Aufwand ist und welchen Nutzen die Maßnahmen bringen. (vgl. Protokoll der AG2- Wirtschaft)

Tolles Kick off


Etwa I50 BesucherInnen bei der Auftaktveranstaltung am 13. September 2o11 im Stadttheater in Bruck an der Leitha schrieben mehrere große Papierbögen voll.

Mario Okrafka hatte sicher einiges zu tun, die Ergebnisse der SWOT-Analyse zu sichten!