Schlagwort-Archive: Ziele

Zwei Klausuren und ein Zeitfenster von einem Monat …


… zur Reflexion der Vergangenheit und für die Planung der Zukunft der C!TY Bruck GmbH. Der Rücktritt des Geschäftsführers Mario Okrafka ist sicher eine Zäsur. Kooperative Prozesse hängen jedoch niemals nur von der Person an der Spitze ab, sondern sind ein Zusammenspiel aller Beteiligten.  Mein Grundgefühl ist ein positives: es ist etwas in Bewegung gekommen. Jetzt kommt es darauf an, in die richtige Richtung zu steuern und das Beste daraus zu machen.

Der Gemeinderat am 26.3.2012 beschließt – und Bürgermeister Hemmer bekräftigt in der Sitzung, dass der Prozess weitergeführt werden soll, und zwar vorerst für einen Monat unter der interimistischen Führung von Alex Petzneck, der auch bisher schon gemeinsam mit Bürgermeister Hemmer die  Stadt  im Beirat der C!TY Bruck GMbH. vertreten hat.
Das heißt,  dass bis auf weiteres auch die Leute weiter im Boot sind, die sich an den Arbeitsgruppen beteiligt haben, und dass auch der Blog weitergeführt werden kann.

Alex Petzneck wird in den kommenden Wochen  zwei Klausuren mit VertreterInnen aller Parteien abhalten. In der ersten wird der bisherige Prozess evaluiert – und in der zweiten sollen Ziele und eine Vorgangsweise erarbeitet werden, wie es weitergehen soll.

Die definitive Entscheidung über die Fortführung des Prozesses und die Zukunft der C!TY Bruck GmbH wird dann  in der nächsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag, den 26.4.2012 gefällt.

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Bruck als Generationenstadt


Die neu gebildete Jugendarbeitsgruppe arbeitet ihre Zukunftsvorstellung für die Stadt Bruck unter dem Motto ‚Bruck als Generationenstadt‘ aus. In der zweiten Sitzung waren Jugendliche aus fast allen Schulen und Institutionen vertreten.

Es wurden nach einer kurzen Einstimmung zum Thema ‚Generationen‘ (= Altersschicht in der Bevölkerung)  drei Gruppen gebildet,  diesmal nach Alter, die auf Kärtchen Ideen und Wünsche für die nächsten 5, 10 sowie 15 Jahre sammen sollten.
Es wurde 3x gewechselt, und am Ende hefteten  zwei VertreterInnen aus jeder Gruppe die Kärtchen an eine Pinnwand  und präsentierten so die Ergebnisse. Die beachtlich lange Liste ist im Protokoll 2 vom 6.3.2012 nachzulesen. Natürlich müssen die Vorschläge  in der nächsten Sitzung – am 20.3.2012 – noch bearbeitet bzw. bewertet werden.

Für die fertig formulierten Zielvorstelungen ist extra eine Seite im ‚Leitbild für Bruck an der Leitha‚ frei gehalten worden, das eine Vision sein soll, wo wir uns in vielleicht 10 oder 15 Jahren mit der Entwicklung unserer Stadt Bruck sehen wollen. Darin sollten die Vorstellungen der Jugendlichen auf keinen Fall fehlen, denn das Leitbild bildet den Orientierungsnahmen für die Planung von konkreten Maßnahmen.

1. ENTWURF: „Aufbruc(h)k Zwanzich20“ – Leitbild statt Leidbild!


Interessante Wort- und Zahlenspiele, farbige Markierungen – das Wort ‚ich‘ ist im ganzen Text grün gedruckt –  ,  Reminiszenzen an die attische Demokratie  und ein neuer Begriff: Kooperenz  – statt Konkurrenz!

Mit der Erstellung eines Leitbildes für die C!TY Bruck GmbH wären die Arbeitsgruppen in der kurzen Zeit wohl überfordert gewesen,  sie ist nun doch  Geschäftsführer Mario Okrafka vorbehalten geblieben. Er  löst diese Aufgabe mit einem Text, der alle  zur Beteiligung einlädt: ‚Be Bruck!‘

Der Entwurf wird zunächst dem Beirat der C!TY Bruck präsentiert  und soll dann im März im Gemeinderat beschlossen werden.

Leitbildentwurf für Bruck oder der Versuch einer Annäherung an (k)ein Lei(d)tbild
„Aufbruc(h)k Zwanzich20“
oder:
Bruck – das bin ich!

Auch das zum Leitbegriff erklärte, moderne Schlagwort der ‚Kooperenz‘ soll die Gemeinsamkeit unterstreichen.

„Kooperenz“ ist dabei das moderne Schlagwort für all unsere Handlungsansätze:

Die Stadtgemeinde Bruck hat sich gemeinsam mit den wirtschaftstreibenden und privaten Liegenschaftseigentümern auf den Weg gemacht und der virulenten Herausforderung gestellt, die in die Jahre gekommene Innenstadt lebenswert, dynamisch, lebendig und zeitgemäß umzugestalten.

Nur durch das Zusammenwirken aller innerstädtischen Nutzergruppen, quasi dem bildlichen Ziehen an einem Strang, ungeachtet eventueller interner Konkurrenz, gelingt es den innerstädtischen Anrainern, sich langfristig als starker, alternativer Standort neben den Mitbewerbern auf der „grünen Wiese“ oder aber dem angrenzenden Burgenland zu positionieren.
(Zitat aus dem Leitbildentwurf)

Im Entwurf ist übrigens eine Seite frei geblieben, auf der die neu gegründete Arbeitsgruppe ‚Jugend findet Stadt‚ ihre Vorstellungen einbringen kann.

Was ist Gesundheit ?


Ob man den  Bereich „Umwelt“ unter „Gesundheit“ subsumieren kann oder umgekehrt, oder ob  es ein eigener Punkt ist, ist eine unbeantwortete Frage in der AG 6 – ‚Umwelt & Gesundheit‘. Beim Begriff „Gesundheit“ wurden jedenfalls folgende vier Aspekte unterschieden: Bewegung / Ernährung / mentale Gesundheit und Umgebung.

Als erste Ziele setzte sich die Gruppe die Schaffung von Bewußtsein (unter Einbindung von Ärzten und Apotheken) und eine Sammlung und Aufbereitung aller bereits vorhandenen Aktivitäten, wobei noch mehr als bisher bereits bei den Kleinsten begonnen werden soll.

Man begann mit einer Bestandsaufnahme, ging alle Vereine durch, die zum Thema Gesundheit einen Beitrag leisten,  holte  die Namen der ehemaligen Umweltbeiräte ein und plante eine Kontaktaufnahme mit den Ärzten und Gesundheitsberufen im Gesundheitszentrum: www.gzbruck.at

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Vereins Harrachpark, Herbert Stava,  wurden Ideen erörtert, wie man das Parkensemble  besser erlebbar machen kann.

Als nächster Schritt werden noch Erkundungen über nachahmenswerte Projekte und Initiativen aus Nachbargemeinden eingeholt, und in der Dezembersitzung gibt Herr Stadtrat Petzneck  Hintergrundinformationen über die laufende Aktion „Gesunde Gemeinde“.

Als konkrete Projekte nahm man sich zum einen  vor, eine „Gesunde Kindergartenwoche“ zu initiieren,  zum anderen gab es Überlegungen, den „Gesundheitstag“, den die Gemeinde jährlich veranstaltet, attraktiver zu machen, indem man ihn in eine  mehrtägige „Gesundheits- und/oder Wellnessmesse“  umwandelt.

Darüber hinaus  soll die Gesundheits-Trendsportart „Nordic Walking“ auch über die Wintermonate weiter gepflegt und beworben  werden!

(vgl. Protokolle vom 6.10., 27.10. und 17.11.2011 auf der Seite der AG 6 ‚Umwelt & Gesundheit‘ )

SWOT, S.M.A.R.T.e Ziele und ein Leitbild


Einige Begriffe, die hier schon öfter gefallen sind, und ihre Bedeutung für den  City-Bruck-Prozess

SWOT steht für Strengths (Stärken) /  Weaknesses (Schwächen) /  Opportunities (Chancen) / Threats (Gefahren). Die Analysetechnik stammt aus der strategischen Unternehmensplanung bzw. dem Projektmanagement und dient dazu, gemeinsam die aktuelle Situation systematisch zu durchleuchten und Lösungsansätze und Gefahren für die Umsetzung zu diskutieren.

SWOT-Analysen sollten bereits bei der Erstellung auf ein Ziel bezogen und nicht abstrakt gehalten werden. Wird der gewünschte Soll-Zustand nicht vorher vereinbart, besteht die Gefahr, dass  die Beteiligten  auf unterschiedliche Ziele hinarbeiten, was zu schlechteren Resultaten und zu Konflikten führt. Hier kommen die  ‚smarten‘  Ziele ins Spiel.

S.M.A.R.T. ist ein Akronym für „Specific Measurable Accepted Realistic Timely“.

  • S steht fürspezifisch‘: Ziele müssen eindeutig definiert sein und so präzise wie möglich formuliert.
  • M für ‚messbar‘: Es muss messbare Kriterien geben, wann die Ziele erfüllt sind
  • A für ‚akzeptiert‘: Alle müssen einverstanden sein, die Ziele von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden.
  • R für ‚realistisch‘: Die Ziele müssen erreichbar sein.
  • T-terminierbar“: Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe.

Die Ziele von ecoplus, Werbegemeinschaft und Wirtschaftskammer sind klar deklariert, und zwar „auch die wirtschaftlichen Aktivitäten (Handel, Gewerbe) im Zentrum der Stadtgemeinde Bruck /Leitha (Innenstadt) zu fördern und zu stärken.“ (Fördervertrag S 2) Unter Punkt 3  heißt es dann noch, dass sowohl die Potentiale für die Peripherie  als auch die der Innenstadt gestärkt werden sollen und dass für beide ein „Mehrwert“ angestrebt wird, „vor allem als Einkaufsstadt.“ (Fördervertrag S 3)

Die Umsetzung dieser Ziele soll durch den Geschäftsführer der C!TY-Bruck GmbH, Mario Okrafka,  initiiert werden. Zusätzlich wünscht sich die Stadtgemeinde die Erstellung eines Leitbilds. ‚Leitbild gegen das Leidbild‚ titelt auch das Bezirksblatt am 21.9.2011.

Und Mario Okrafka hat, wie es scheint, eine geniale Lösung gefunden, indem er einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet hat. Mit Unterstützung  der Stadtgemeinde  wurden die Brucker und BruckerInnen eingeladen, selbst die Initiative zu ergreifen, Projekte für ihre Stadt zu entwickeln und auch bei der Erstellung des Leitbilds mitzuwirken.

Diese Einladung  wurde von mehr als 200 Personen angenommen, so vielen wie noch bei keinem der vorangegangenen ‚Stadtparlamente‘. Auch in den Gruppen arbeiteten zu Beginn etwa 50 Personen mit.

Hier ist das Plakat mit den zahlreichen Ideen und Vorschlägen der BruckerInnen:

SWOT-Plakat ‚Ideen und Vorschläge‘ vom Kick-off am 13.9.2011

Aber haben alle Beteiligten dieselben Ziele wir die Fondsgemeinschaft? Und geht es um ein Leitbild für die City-Bruck-GmbH oder gleich um eines für die ganze Stadt?

Den rein wirtschaftlichen Interessen der Fondsgemeinschaft wird sicher einiges hinzuzufügen sein – denn nimmt man die Sache ernst, kann man übergeordnete Ziele erst gemeinsam formulieren, nachdem man ein Leitbild hat. So kann das Ende des Prozesses im Jänner sicher erst der Anfang sein!

Ich bin trotzdem optimistisch, denn ein Ziel sollten wohl alle teilen: Das ist die Entwicklung unserer  Stadt!